Samstag, 29. Juni 2013

Liebe Freunde,

wie ergeht es Euch momentan? Die Energien sind hoch und wir werden mit all unseren alten Themen konfrontiert. Niemand kommt aus! Was können wir TUN, wenn es im AUSSEN nicht so ist, wie wir es gerne hätten?

Können wir andere Menschen ändern? Das ist vergebliche Liebesmühe, das hat sich sicherlich schon bei jedem herum gesprochen! Wenn mir Menschen im AUSSEN begegnen, deren Verhalten mir nicht gefällt, sollte als erstes überlegt werden, warum man dazu eine Resonanzfläche bietet.

Wir alle haben Programme "laufen", die uns aus dem Unterbewusstsein steuern. Sie sind uns nicht bewusst - deshalb ist es schwierig, sie herauszufinden.

Wenn man z.B. das Empfinden hat, dass man "belogen" wird, darf man sich fragen, in welchem Bereich man sich selbst belügt.

Wenn unfreundlich mit einem gesprochen wird ist die Frage, wie "freundlich" gehe ich mit mir selbst um?

Wenn mich die Menschen nicht "sehen", " wahr nehmen" frage ich mich: In welchem Bereich nehme ich mich selbst nicht wahr? Welchen "Teil" von mir "ignoriere" ich?

Wenn man in der Kindheit ständig Sätze gehört hat, wie:

Du bist dümmer als die Nacht!
Stell Dich nicht so an!
Gehts nicht ein bisschen schneller?
Warum trödelst Du so?
Sieh mal Deinen Bruder/Deine Schwester an, die kann das ....doch auch!
Bei schlechter Note: Hast Du nicht gelernt?
etc....

Die Liste lässt sich beliebig fort setzen! Wie soll man/frau dann glauben können, dass man geliebt wird,
dass die Eltern froh sind, dass man "da" ist!

Man wird sich in sich zurück ziehen und irgendwann einmal glauben: Ich kann es einfach nicht, ich bin zu dumm, zu langsam etc.

Welchen schulischen Erfolg wird man damit haben? In der Regel nicht so einen tollen!

Wenn einem dann in der längst reformbedürftigen Schule noch vermittelt wird, dass man immer wieder Fehler macht....Du hast 5 Fehler im Diktat!!! Dass man die anderen 45 Wörter richtig geschrieben hat, wird nicht erwähnt.

Unser Schulsystem ist nur darauf aus, uns auf unsere Fehler hinzuweisen! Da bekommt man den "Rest", den das Elternhaus noch nicht geschafft hat!

Wenn man dann noch von den neuesten Untersuchungen weiß, dass Lernen nur gelingt, wenn man Freude am Lehrstoff hat, nämlich mit der emotionalen Grundstimmung, dann wundert es einen nicht, warum die Schüler so ungern in die Schule gehen! Prof. Hüther, ein Gehirnforscher, gibt offen zu:
Sobald unsere Kinder zur Schule müssen, vergeht ihnen die Lust am Lernen! Denn, es stimmt: grundsätzlich sind Kinder lern- und wissensbegierig....sonst würden sie sich ja nicht entwickeln!
Aber: unsere Kinder müssen Dinge lernen, die mit ihrem Leben nichts - aber auch gar nichts zu tun haben! Wenn man Dir sagt: Lerne jetzt "chinesisch" und Du siehst gar nicht ein, wozu, dann wirst Du Dir das nur äußerst mühsam "einpauken" bis zur nächsten Prüfung und dann ganz schnell wieder vergessen. So geht es unseren Kindern hierzulande!

Solltest Du aber einen attraktiven Chinesen als Liebespartner haben und dich mit ihm nur unterhalten können, wenn Du chinesisch sprichst, wird Deine Motivation eine ganz andere sein!

Unsere Kinder sollten bis zur 8. Klasse zusammen bleiben und dann kann geschaut werden, welche speziellen Interessen die Kinder haben und dann sollten sie wählen können! Ob Mathe, Physik, Sprachen etc....In anderen Ländern geht das auch!!! Ich sehe das ganz klar an meiner Tochter:
Nur äußerst mühsam paukt sie sich ein, wie unsere Haut aufgebaut ist, wozu die Tränenflüssigkeit gut ist etc.

Wenn sie aber fotografiert und ihre Freundin "castet" und eine Ansammlung von all den schönen Fotos mit der passenden Musik zusammen stellt, könnte sie stundenlang daran "arbeiten". Ganz einfach: Weil es ihr Freude macht und sie es liebt, es zu tun. Da muss niemand sagen: Jetzt fotografiere endlich mal Deine Freundin, aber schminke sie vorher usw.

Und so ist es in unserem realen Leben: Wenn wir das tun könnten, was wir lieben, empfinden wir das nicht als Arbeit. Das können wir bis mitten in die Nacht hinein tun ohne zu ermüden - im Gegenteil,
das macht uns sogar noch munter. Denn es gibt uns Energie und nimmt sie uns nicht.

Warum sind denn so viele krank und deprimiert? Weil sie einer Tätigkeit nachgehen, nur um "Geld zu verdienen" mit etwas, das sie ganz und gar nicht lieben. Wenn man uns früher nicht gesagt hätte, dass man mit seinem "Hobby" kein Geld verdienen kann, gäbe es nicht so viele frustrierte Arbeitnehmer.

Nein, es gäbe sogar viel mehr Selbständige. Denn wenn wir tun, was wir lieben, lieben wir auch, was wir tun! Und das ist die erste Grundvoraussetzung für Erfolg und Zufriedenheit bei der Arbeit!

Wenn in der Schule Dinge gelehrt werden, die man wirklich braucht im Leben, wären alle zufriedener und glücklicher. Nämlich z.B.

1. Was kann ich tun, um gesund zu bleiben?
2. Welche Auswirkungen haben Gedanken auf mein Leben und meinen Körper!
3. Wie führe ich eine glückliche Beziehung!
4. Welche Eigenschaften sind wichtig um eine Frau, ein Mann zu sein!
5. Wie kann ich andere Menschen unterstützen?
6. Welche Nahrungsmittel sind gut für meinen Körper?
7. Welche Heilkräuter unterstützen mich dabei, gesund zu bleiben oder wieder zu werden?

Wenn all dies von Menschen gelehrt wird, die Freude daran haben, Dinge rüber zu bringen, die die Kinder auch interessiert, dann ist beiden geholfen. Lehrern und Kindern, denn: Die Lehrer sind mehr als gefrustet, Kindern "Lernstoff" einzutrichtern, wovon sie auch nicht überzeugt sind, dass die Kinder ihn wissen müssen! Alle Menschen, ob Lehrer oder Eltern sind gegen das G8. Wer aber steht mal auf und bringt eine Kampagne in Gang, um auf diesen Missstand aufmerksam zu machen.

Es sollen immer die anderen tun! Die Kinder werden immer früher eingeschult - da ist "grundsätzlich" nichts dagegen zu sagen, wenn Lehrstoff vermittelt wird, der kindergerecht ist. Viele Lehrer werden im innersten wissen, dass es absolut absurd ist, einem Zweitklässler bei zubringen, wie man einen Aufsatz schreibt.

Das ist das Endresultat von einer Menschheit, die den Verstand über die Intuition, die Herzensebene gestellt hat. Wachen wir endlich auf und befreien unsere Kinder aus den "Klauen" einer Gesellschaft, die sie zu frustrierten, lernunwilligen Menschen heran zieht. Hier in Deutschland hört die Kindheit auf, wenn sie in die staatlichen Schulen kommen. Es gibt noch Privatschulen, wo das alles etwas sanfter gehandhabt wird, aber das kann sich nicht jeder leisten. Und da werden auch Lehrstoffe vermittelt, die nicht altersgerecht sind.

Ich wünsche uns allen und vor allem unseren Kindern, dass es Menschen gibt, die aufstehen und sich für eine Schule einsetzt, die human und kindgerecht sein wird. Dann müssen auch die Lehrer nicht mehr so frustriert ihrer Arbeit nachgehen. Denn sie müssen nicht nur den Kindern etwas beibringen, sondern sich auch mit den Eltern herumstreiten, wenn die Noten nicht so ausgefallen sind, wie noch "ehrgeizige Eltern"meinen, dass ihr Kind sie verdient hätte. In München, wie ich aus zuverlässiger Quelle weiß, gibt es genügend Klagen von Eltern, die durch einen Anwalt die Rechte "ihrer Kinder" vertreten lassen.

Oh - welch eine verquere Welt!

Erst mal müssen die Eltern aufwachen und nicht mehr klaglos ihren Sprössling in die Regelschule schicken.Wenn sich genügend zusammentun und ein anderes Schulsystem gefordert wird, werden Änderungen erfolgen!

Ich wünsche uns allen Mut und die Bereitschaft Veränderungen anzupacken!

Denn wir sind die, auf die wir gewartet haben!

In diesem Sinne! Ich wünsche Euch den Mut, "nein" zu sagen. Das ist immer schwerer als ja, aber
es lohnt sich für zukünftige Generationen!

Ich bin jedenfalls dabei, falls es Initativen gibt, die sich mit Nachdruck diesem Thema widmen möchten! Meine jüngste Tochter geht noch zur Schule - allerdings in eine Privatschule. Aber meine
beiden erwachsenen Söhne haben die normale Schullaufbahn hinter sich und meinen jüngsten hat die Schule nicht einmal abgeschreckt - er ist Lehrer geworden! Oder anders: Vielleicht - hoffentlich - möchte er es besser machen!

Ich hoffe sehr, dass sich bald etwas tut!

Alles Liebe
Petra













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