Sonntag, 14. Juli 2013


Liebe Freunde,

willkommen im SOMMER! Könnt Ihr das wunderbare Wetter genießen und Sonne und Wärme auftanken?

Gutes Wetter beschert uns gute Laune und in guter Stimmung kann man das Leben leichter genießen!

Heute werde ich mich der Lektüre des Buches von Bruce Lipton widmen: Der Honeymoon-Effekt!
Bruce, eine Wissenschaftler, der vor etlichen Jahren das Buch: Intelligente Zellen publiziert hat, widmet
sich aus wissenschaftlicher Sicht der nicht enden wollenden "Verliebtheit" auch nach langjährigen Beziehungen.

Er schreibt von sich und den Jahren bis er seine jetzige Partnerin Margret kennen lernte. Er hatte, wie viele von uns, eine Beziehung beendet und schrieb sich - nach eigenen Angaben - 17 Jahren auf die Fahnen, dass er nicht mehr heiraten möchte.

Eine Beziehung, die er im Laufe der Zeit einmal hatte, endete mit der Aussage der Frau: Du bist so bedürftig! Das lässt den Partner "Abstand" nehmen, denn man fühlt sich schnell "benutzt". Das Gefühl, der andere "braucht" emotionale Zuwendung lässt den anderen in einem Licht des Kindes erscheinen.
Um Kinder müssen wir uns emotional kümmern, denn sie "brauchen" unsere Zuwendung neben der leiblichen Nahrung. Aber ein Erwachsener, der dies ausstrahlt, wirkt absolut unattraktiv!

Wann ist man bedürftig? Wenn man meint, dass man sich selbst nicht das geben kann, was man vom anderen "erwartet"!  Der Partner soll sich bitte schön "anstrengen, damit es mir "gut geht"!. Er soll bitte sehr da sein, wenn "ich es brauche". Er soll bitte sehr mit mir kuscheln oder Sex haben, wenn "mir" danach ist.  Er soll mir bitte sehr sagen, dass er mich liebt, sonst fühle ich mich schlecht.

Kennen wir das? Kennen wir die Erwartungen vom Partner und wenn sie nicht erfüllt werden, geht es mir schlecht?! Das haben wir alle schon zur Genüge erfahren. Wir sind "abhängig" vom emotionalen Verhalten des anderen. Eine denkbar schlechte Voraussetzung für eine gut funktionierende Partnerschaft. Je "bedürftiger" der eine Partner wirkt, desto "angewiderter" wendet sich der andere ab.

Das kann man nicht steuern, das passiert automatisch.

Wir haben alle eine Idee im Kopf, wie wir uns einen Liebes- und Lebenspartner "wünschen". Angezogen wird der/die andere aber von den "Programmen" im Unterbewusstsein. Und nach ein paar Wochen, Monaten "reagiert" der Partner auf die "nicht ausgesprochenen" Erwartungen des anderen.
Schon ist der Stress da. Je mehr sich der eine zurück zieht, eben weil er sich "ausgenützt" fühlt, desto "aufdringlicher" wird der andere, zurück gewiesene Partner. Ein Teufelskreis, den zu durch brechen, einiger Bewusstheit bedarf.

Wenn wir uns im Elternhaus "abgeschaut" haben, dass die Eltern immer gestritten haben und sich danach versöhnt und dann Worte der Liebe fielen, "erwarten" wir das unausgesprochen von unserem Partner. Dieser hat aber andere Programme und hat erfahren, dass man als Frau nach einem Streit immer weg läuft und der Partner einen dann suchen muss und wird dies in der eigenen Partnerschaft genauso "erleben wollen". Glücklich sind wir dabei nicht, aber wir kennen es halt nicht anders.

Was kann man tun, um diese "unbewussten Handlungen" aufzuspüren und zu durchbrechen. Indem man nach einem Streit oder besser währenddessen die "Rolle" des Beobachters einnimmt und sich "beobachtet", wie man reagiert.

Bruce schreibt, dass es ein längerer Prozess ist, bis wir die alten "Programme" aufstöbern und umschreiben können. So wie sie nicht von heute auf morgen entstanden sind, sondern durch langes Beobachten und nachahmen bedarf es auch Zeit, sie neu zu schreiben. Er gibt in seinem Buch viele mögliche Therapieformen an, u.a. Reconnective Healing, der Healing-Code, Psych K, um nur ein paar zu nennen. Und er behauptet, dass er mit seiner Frau eine erfüllende Beziehung führt obwohl sie beide aus Elternhäusern kommen, wo dies nicht vorgelebt wurde.

Es ist wichtig, dass Kommunikation statt findet. Wenn der Partner in irgendeiner Form reagiert, die uns abstößt, sollten wir ihn sofort darauf ansprechen und nicht beleidigt schweigen.

Des weiteren sollte man sich, bevor man zu Bett geht, immer versöhnen. Vielem Berührungen, küssen und kuscheln und Liebesbeteuerungen würden ein übriges dazu beitragen, dass der andere spürt, dass man ihn liebt.

Bruce behauptet, dass es möglich ist, auch noch nach 17 Jahren im Honey-Moon ohne Ende zu sein, wenn beide bereit sind, ihre Programme anzuschauen und auch aufzulösen!

Dieses Buch macht Hoffnung! Bruce bedient sich der Analogie der Edelgase des Periodensystems.
Es gibt Elemente, die nur in der Verbindung mit einem "Partner" zu etwas besserem werden und es gibt ein paar, die alleine "gut genug sind". Chemische Verbindungen entsprechen co-abhängigen Beziehungen, in denen die Atome voneinander unabhängig sind, um in Frieden und Harmonie zu existieren.

Dieser Teil liest sich etwas wissenschaftlich, aber es geht ausschließlich um die Analogie.

Und abschließend meint er, dass auch "unabhängige Edelgase" sich mit anderen "Edelgasen" zusammentun können, um andere "Edelgase" anzuziehen.

Es nettes Buch, das Hoffnung macht, dass, wenn beide an der Beziehung arbeiten, durchaus langjährige "Glücksgefühle" möglich sind!

Ich wünsche Euch viel Erfolg beim "ausprobieren"!

Alles Liebe
Petra


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