Sonntag, 21. Juli 2013

Liebe Freunde,

das alles schenkt uns die Natur: Beeren, Früchte - endlich einmal sonnen gereift!

Erinnern wir uns an unsere Kindheit - wir haben ganz einfach die Beeren vom Strauch gepflückt. Es war alles für uns da, wir fühlten - unsere Welt kümmert sich um uns. Es gibt zu dieser Anschauung natürlich - wie immer - leider auch Menschen, die das so in ihrer Kindheit nicht erleben durften.

Und bei allem Respekt - sie mögen mir verzeihen - wenn ich das Bild allgemein halte. Aber um auf die Reflexion des Spiegels einzugehen, bedarf es dieser Analogien.

Als wir Kind waren, war einfach alles da. Wir haben uns nicht darum kümmern müssen, ob genug Nahrung da war. Unsere Mutter hat uns gestillt (leider zu kurz, wenn überhaupt) oder wir bekamen die Flasche.

Trotzdem, alles in allem, war einfach alles da. Wir mussten uns nicht überlegen, woher das Essen kommt, ob genug Geld dafür da ist, wir hatten Kleidung, wir hatten ein Bett, ein Dach über dem Kopf (hoffentlich!). Wir waren einfach nur - blosses SEIN! Je älter wir wurden, desto mehr fingen wir an zu fordern, wir wollten ein neues Spielzeug, eines, das unser Freund hatte. Die Eltern waren nicht sofort bereit, uns es zu kaufen, also waren wir missmutig. Wir sahen, dass die Familie unseres Freundes öfters verreisten, als wir. Also fühlten wir uns unbehaglich, weil wir auch gerne ans Meer gefahren wären. Meine Freundin hatte schon sehr früh Holzgloggs - ich war so neidisch darauf. Ich empfand es so, als würde mein ganzes Glück davon abhängen, ob ich auch solche besitzen würde. Langsam, ein schleichender Prozess begann: Wir fingen an zu hadern, uns mit anderen zu vergleichen. Und wenn wir uns es recht überlegen, fingen damals die "Probleme" an. Ich habe das nicht, was mein Nachbar hat.

Also begannen wir mehr und mehr Gefühle der Missgunst, des Neides, der Unzufriedenheit zu entwickeln. Der eine früher, der andere später - sicher. Aber irgendwann fing das bei jedem an. Was "reflektierte"uns unsere "Welt" - noch mehr Umstände, mit denen wir "hadern" konnten.

Das erste Spiegelgesetz sagt: So wie Du Dich fühlst, so "zeigt sich Dir die Welt". Es kamen also immer mehr Gelegenheiten, Situationen, wo wir weiterhin unzufrieden waren. Nicht wissend, dass unsere Gefühle, Empfindungen uns "nur gespiegelt" werden.

Wie die meisten von uns wissen, liegt es alleine an unserer "Bewertung" einer Situation, ob wir uns gut oder schlecht fühlen. Ist das Glas halbvoll oder halb leer. Es ist nur meine Entscheidung, den noch verbleibenden Inhalt als positiv oder negativ zu bewerten.

Wenn wir nun einmal ausprobieren würden, wenn wir eine Situation, in der wir uns aktuell befinden und sie - eigentlich - nicht mögen als "positiv" bewerten würden, sähe die Sache gleich ganz anders aus. Wir nehmen uns eine - unsere "ungemütlichste" Situation und finden schriftlich zehn Punkte, warum da auch etwas gutes sein kann.

Nehmen wir den Fall der "Arbeitslosigkeit":

1.   Ich bin dankbar, dass ich in dieser Zeit mehr Zeit für meine Familie hatte.
2.   Ich bin dankbar, dass mein Leben viel geordneter ist, weil ich so viel Freizeit hatte.
3.   Ich bin wirklich dankbar, dass ich zum ersten Mal arbeitslos bin.
4.   Ich bin dankbar, dass ich gesund bin und arbeiten kann.
5.   Ich bin dankbar dafür, dass mich meine Familie ermutigt.
6.   Ich bin dankbar, dass ich zum ersten Mal arbeitslos bin.
7.   Ich bin dankbar für die Auszeit, die ich dringend nötig hatte.
8.   Ich bin dankbar, dass ich die meiste Zeit meines Lebens Arbeit hatte.
9.   Ich bin dankbar, dass es auf dem Arbeitsmarkt freie Stellen gibt und dass täglich neue Angebote
      dazu kommen.
10. Ich danke dafür, dass ich durch meinem Arbeitsplatz-Verlust bemerkt habe, wieviel mir meine
      Arbeit bedeutet.

Wenn wir auch immer die "positiven" Seiten, die jede Situation mit sich bringt, sehen und dankbar annehmen können, wandelt sich unser Gefühl. Wir fühlen uns wieder positiver gestimmt und mit der neuen Geisteshaltung ziehen wir wieder mehr gute Gelegenheiten in unser Leben!

Da uns das Leben aber täglich immer wieder neue und viele Gelegenheiten bietet, die wir "bewerten", können wir sehen - wenn wir uns beobachten - in welcher grundsätzlichen "Schwingung" wir uns den ganzen Tag befinden. Eher in der negativen....alles ist einfach nur schlecht oder in der positiveren.

Wenn wir z.B. eine Prüfung vor uns haben, um in ein bestimmtes Institut aufgenommen werden wollen, gehen wir mit großen Erwartungen und gleichzeitig "unterschwelliger" Angst in diese Prüfung. Denn unser Verstand "bewertet" ein "Versagen" in dieser Prüfung als negativ. Wenn wir aber in solch einem Fall mit dem Bewusstsein rein gehen: Wenn ich in dieses Institut aufgenommen werden soll, weil es gut für mich, mein Leben ist, werde ich die Prüfung bestehen. Sollte ich sie nicht bestehen, dann ist es auch gut, denn dann kommt etwas besseres.

Wie wir sehen, fühlen wir uns bei solch einer Betrachtungsweise deutlich entspannter und können mit einer "vermeindlichen" Niederlage deutlich besser umgehen. Vielleicht erinnert Ihr Euch bei dieser Gelegenheit an meinen Beitrag vor ein paar Wochen, als ich die Geschichte vom Bauern anführte, der bei allem, was passierte immer meinte: Wer weiß, wozu es gut ist.

Wenn wir es schaffen, immer mit einer gewissen Gelassenheit an all das, was uns das Leben bereit hält, ranzugehen, sind wir deutlich entspannter und wir können im Fluß des Lebens fliessen.

Ein anderes Beispiel: Wenn uns ein Partner verlässt, bricht vielleicht für den einen oder anderen die "Welt" zusammen. Wenn wir es aber auch in so einem Fall schaffen zu denken/sagen/fühlen: Wer weiß, vielleicht fühle ich mich alleine wohler oder irgendwann lerne ich einen neuen Partner kennen, der viel besser zu mir passt, kann die aktuelle Situation leichter "gelebt" werden.

Die Welt ist ein Spiegel unserer Empfindungen, unserer Gefühle, unserer Gedanken!!!

Da wir alle miteinander verbunden sind und uns alle "abgesprochen" haben, das Spiel des Lebens miteinander zu spielen, haben wir nur einen - wenn überhaupt - bedingt freien Willen. Wenn ich nämlich meinem Gegenüber seine "Grundeinstellung", wie: "Das Leben ist "ungerecht", die Welt begegnet mir unfreundlich"spiegeln "muss", werde ich, obwohl ich es eigentlich innerlich nicht möchte, ihm "anders" begegnen, als einer anderen Person, die innerlich fühlt, dass die Welt ein guter Platz ist und alle ihm wohlgesonnen sind.

Deshalb gilt wie immer - und ich werde nicht müde - es immer und immer wieder zu wiederholen:

Bei Begegnungen mit anderen, die wir als nicht angenehm empfinden, ist es als erstes "dran" zu sehen, durch welche "innerliche" Grundeinstellung habe ich mir dieses Ereignis "angezogen".

Ja, es bedeutet Verantwortung zu übernehmen und dieser Gedanke gefällt ganz vielen "Mitspielern" des Lebens immer noch nicht. Es ist doch in der Tat viel leichter und "angenehmer" meinen Mitmenschen die Schuld in die Schuhe zu schieben.

Das zweite Spiegelgesetz lautet: Wenn wir bestimmten Situationen, Menschen, Gegebenheiten sehr große Bedeutung zumessen, treten "Nivellierungskräfte" auf den Plan. Die Welt, die Natur bemüht sich immer um Ausgleich, das ist in der Polarität nicht anders möglich!

Wenn ich einen "Partner" kennenlerne und auf den alle meine Wünsche projiziere und ihn innerlich auf ein Podest hebe, wie toll diese Person sei und welch aufregendes Leben ich mit ihm führen könne, wird mal schneller, mal langsamer die Person sich von einer Seite zeigen "müssen", um die in ihn gesetzten "Hoffnungen, Wünsche und Träume" wieder in ein gerades "Licht" zu rücken. Das nennt man dann Enttäuschung. Denn wir haben diesem Menschen Eigenschaften zugeschrieben, die er so nicht hat bzw. vielleicht hat er sie, aber er hat natürlich auch Wesenszüge, die uns ganz und gar nicht gefallen, also wird alles wieder auf ein "gerechtes Maß" reduziert.

Wenn wir es also schaffen, allem, was uns begegnet mit einem "gewissen" Gleichmut entgegen zu treten und die "Absicht"....z.B. eine erfüllende Partnerschaft zu leben schon im "Hintergrund" laufen lassen, aber nicht die "höchste Priorität" einräumen, haben wir wesentlich größere Chancen, dies auch erleben zu dürfen!

Mag der eine oder andere denken, oh, das kennen wir ja alle schon, was sie schreibt, sie wiederholt sich, haben sie recht!!!

Weil wir aber alle nicht in dem Bewusstsein aufgewachsen sind, die Lebensgesetze zu kennen, muss ich sie immer und immer wieder wiederholen, bis sie uns in Fleisch und Blut übergehen und wir auch dementsprechend handeln.

Wenn wir sie befolgen, wird unser Leben immer leichter, befreiter und angenehmer!

So, Ihr Lieben, nächste Woche werde ich mich weiter den Gesetzen des Lebens widmen.

Ich wünsche Euch von Herzen:

Nehmt Euch vor, Eure Einstellungen zu allem zu überprüfen und erlaubt Euch in jeder Minute, alte, festgefahrene "Überzeugungen" loszulassen und Euch der Möglichkeit zu öffnen, dass das Leben anders funktioniert, als Ihr bisher "gedacht" habt.

In tiefer Verbundenheit mit all meinen "Mitspielern"
Petra






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