Sonntag, 22. April 2012


Guten Abend, liebe Freunde und Interessierte,

heute wende ich mich dem Thema Gefühlen zu. Was genau verstehen wir darunter?
Ist Liebe ein Gefühl? Wenn man verliebt ist, würde man dem sofort zustimmen! Romantische
Liebe ist uns in den allermeisten Fällen angenehm. Aber ist diese Liebe bedingungslos? In der
Regel nicht! In einer Partnerschaft knüpfen wir unsere Liebe sehr wohl an bestimmte Faktoren:
Wenn du mir im Haushalt hilfst, liebe ich Dich! Wenn nicht - dann ziehe ich meine Liebe zurück.
So oder ähnlich verhielten wir uns in der Regel bisher in der Beziehung zu unserem  Partner.

Warum eigentlich? Wieso machen wir unsere Zuneigung von einem bestimmten Verhalten des geliebten
Menschen abhängig? Weil wir es von Kind auf so kennen. "Wenn du brav und folgsam bist, dann
hab ich dich lieb!" Wörtlich haben wir dies von unseren Eltern oder Großeltern sehr wahrscheinlich
nicht gehört - aber nonverbal wurde uns das fast allen so vermittelt.

Was bedeutet das für unsere Beziehung? Wir erwarten etwas - wenn es nicht erfüllt wird, gibt es Liebesentzug. Warum gehen wir überhaupt eine Partnerschaft ein? Weil wir Liebe zu geben haben?
Meistens ist es genau umgekehrt! Wir wollen geliebt werden. Das ist aber kein aktiver Vorgang - wir
möchten empfangen und warten - zumindest nach der Phase der Verliebtheit - darauf, dass der andere
uns etwas Gutes tut. Manches Mal warten beide - und sind frustriert. Robert Betz drückte es auf einer
seiner CDs sehr drastisch aus: Jeder der Partner erwartet etwas vom anderen - und wird enttäuscht -
es begegnen sich zwei Bedürftige. Zwei Menschen, die etwas vom anderen erwarten und erst dann bereit
sind zu geben.
Das muss zu Enttäuschungen führen - man hat sich "getäuscht". Beide sind von einem Umstand ausgegangen, der vorher nicht zur Sprache kam. Liebe ist kein Tauschhandel - weil das in der Regel nicht verstanden wird, enden so viele Beziehungen in Frust und oft in Trennung. Das müsste nicht sein, wenn jeder der Paare sich emotional um sich selbst kümmern würde. Denn wenn ich erwarte, dass der andere mir etwas geben muss, um mich wohl zu fühlen, kann das nicht eine Partnerschaft sein. Warum das meistens nicht leicht gelingt, hängt von unserem "inneren Kind" ab. Aber eine Ausführung dazu
würde hier an dieser Stelle den Rahmen sprengen.

Es gibt einige Menschen, die haben so viel Liebe in sich, dass sie sie weitergeben können. Und was
passiert? Die Liebe wird nicht etwa weniger, sondern sie wird mehr. Denn das ist das wundervolle
daran - Liebe wird mehr, je mehr ich davon gebe. Liebe verströmt sich aus sich selbst - sie ist eine nicht
endende Quelle. Und genau daraus bestehen wir bereits. Da gibt es nichts mehr zu verbessern, zu ändern.
Nur zu erinnern - wir sind LIEBE. Wir sind aus ihr geboren - wir haben es nur vergessen. In uns allen ruht bereits ein glänzender Diamant. Es gilt nur noch, die Schichten abzubauen, die diesen wundervollen Diamanten, bisher eingehüllt, versteckt haben.

Fazit: Gebe das, was du erwartest - und du wirst reichlich damit beschenkt werden!

Ich wünsche Euch ALLEN eine wunderschöne Woche!

Herzlichst - Petra
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