Freitag, 8. November 2013


Liebe Freunde,

heute sind wir beim fünften Teil unserer zehn Geheimnisse angelangt: Die Macht der Ziele

Haben wir alle Ziele, oder leben wir einfach so in den Tag hinein? Glauben wir, dass schon irgendetwas Nettes passieren wird, fokussieren aber unser Denken nicht auf ein erwünschtes Ereignis?

Wie sollen sich Dinge realisieren, wenn wir sie uns nicht vorstellen oder vornehmen? Gut, viele Menschen möchten gerne ein Haus haben. Das ist ein klares Ziel und die allermeisten erreichen das dann auch. Ich gehe einmal davon aus, wenn Menschen nicht in einem eigenen Haus wohnen, ist ihnen dies nicht wichtig genug.

Vielleicht möchten sie lieber reisen oder sich tolle Kleidung kaufen oder soll es doch der schicke Wagen sein? Dagegen ist ganz und gar nichts einzuwenden. Wenn man aber ziellos das Leben an sich vorüber ziehen lässt, wird es weiterhin mehr oder weniger unbedeutend sein.

Die allermeisten Menschen, die ich schon gefragt habe, welches Ziel im Leben sie haben, wussten es nicht. Sie konnten mir zwar sofort alles aufzählen, was sie nicht haben möchten: Von der Benzinpreiserhöhung über schlechtes Wetter. Wenn ich aber nicht weiß was ich möchte wie kann sich dann etwas im Leben ändern, etwas in mein Leben treten?

Es ist genauso, wenn wir zum Bäcker gehen, uns ins hinterste Eck stellen und warten bis die Verkäuferin ganz am Schluss fragt, was wir möchten und wir erwidern dann: Ich weiß nicht genau? Vielleicht eine Brezel oder doch lieber ein Stück Kuchen, oder nehme ich doch lieber ein Brot mit?

Niemand kann wissen, was DU möchtest, das musst Du schon selbst entscheiden! Natürlich kann man eine Auswahl dadurch treffen, dass wir feststellen, was wir alles nicht mögen. Aber dann ist es wichtig ein Ziel zu fokussieren. Sei es ein neuer Job, endlich seine Berufung finden, eine neue Wohnung, einen Partner, ein Kind, ein Haus am Meer!

Wenn wir krank sind und unser Ziel nicht ist, wieder gesund zu werden, werden wir krank bleiben. Es geht gar nicht anders. Ohne Ziel verliert das Leben seinen Sinn. Wir Menschen kennen nur zwei Arten von Motivation: Schmerz oder Freude. Den Schmerz wollen wir ganz klar vermeiden....obwohl, stimmt das in jedem Fall? Bei vielen Menschen, die mit emotionalem Schmerz aufgewachsen sind, sei es Streit in der Familie oder sonst unangenehmen Umständen, suchen sich wieder einen Partner, wo sie genau so etwas wieder erleben. Wir "möchten" immer das erleben, was wir kennen, ob es schön ist oder nicht.

Nehmen wir noch ein Beispiel: Ziele können Schmerzen ertragbar machen. Stellt Euch vor, Ihr habt schreckliche Bauchschmerzen und alle paar Minuten durchfährt Euch ein stechender Schmerz. Die Schmerzen sind so schlimm, dass Ihr weint. Wie fühlt man sich da?

Wie fühlt sich aber eine schwangere Frau, die sich so sehr auf ihr Kind freut? Sie erträgt die Schmerzen, weil sie weiß, dass sie am Ende ein Kind in den Armen halten wird. Sie freut sich, wenn die Schmerzen regelmässiger kommen, denn dann kommt das ersehnte Ziel, nämlich ihr Kind in Empfang zu nehmen. 

Es gibt eine Untersuchung der Harvard University. 1953 wurde beim Abschluss des Studiums gefragt, welche Ziele die Absolventen hätten. Was glaubt Ihr, wie viele der Menschen welche hatten? Drei Prozent nur - das ist schon erstaunlich! Sie wurden 25 Jahre lang "begleitet" und immer wieder befragt. Die drei Prozent hatten im Vergleich zu den Leuten, die sich keine Ziele gesetzt hatten glücklichere Ehen, waren gesünder und hatten mehr Geld zur Verfügung. So wundert es nicht, dass der Rest der Befragten weit unglücklicher war.

Wir wandeln nicht nur Nahrung in Energie um, sondern auch Begeisterung. Dinge, auf die wir uns freuen, geben uns den Motivationsschub, die einer Rakete zum Start verhilft. Wenn wir kein Ziel haben, motiviert es uns sehr wahrscheinlich nicht, morgens aufzustehen. Wenn man keine Träume hat, wofür lohnt es sich dann zu leben?

Es gibt eine gute Methode, die sogenannte Schaukelstuhltechnik: Man stellt sich vor, dass man an seinem Lebensende angekommen ist und im Schaukelstuhl über sein Leben und das Erreichte nachdenkt! An was würde man sich gerne erinnern? Was hätte man gerne getan? Wohin wäre man gerne verreist? Welche Beziehungen hätte man gerne geknüpft? Welcher Mensch wäre man gerne geworden? Diese Methode hilft uns dabei, langfristige Ziele zu benennen! 

Danach machen wir das mit kurzfristigen Zielen: mit Zehnjahres, -Fünfjahres, -Sechsmontae, -Einmonats-Zielen oder Tagesziele. Wenn wir uns für den heutigen Tag nichts vornehmen, wird er weiter so hin plätschern, wie die anderen Tage auch. Was kann man sich für einen Tag vornehmen?

Man kann sich morgen beim Aufwachen das Ziel setzen, den ganzen Tag über glücklich zu sein, jemanden anderen ein nettes Kompliment zu machen oder einer älteren Person die Tür aufzuhalten oder eine Tasche zu tragen. Denn wir erinnern uns - wenn wir jemanden anderem etwas Gutes tun, fühlen auch wir uns besser.

Wir brauchen immer einen Fokus, im besten Falle natürlich etwas, das uns Freude macht oder sie uns bringt, dann wenn wir jemanden anderem etwas Gutes tun.

Setzt Euch Ziele, es muss sich lohnen mit Freude weiterzumachen. Wir fassen zusammen:

Ziele geben dem Leben Sinn und Zweck.

Wenn wir ein Ziel vor Augen haben, konzentrieren wir uns mehr darauf, Freude zu erlangen als 
darauf Schmerzen zu vermeiden.

Ziele sind ein Grund morgens aufzustehen.


Ziele machen schwere Zeiten erträglicher und gute Zeiten besser.


Die Schaukelstuhlmethode hilft beim Finden langfristiger und kurzfristiger Ziele. Schreib deine Ziele 
auf ein Blatt Papier und lies sie morgens, tagsüber und vor dem Einschlafen.

Denk dran, die Schaukelstuhlmethode mindestens zwei Mal im Jahr anzuwenden, um sicherzustellen, dass deine Ziele noch aktuell sind.


Ich wünsche Euch viel Freude und spannende Erfahrungen beim Umsetzen!



lichst
 Petra








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